Rechnung schreiben als Fotograf: Pflichtangaben, E-Rechnung & Mahnungen
Das Shooting ist im Kasten, die Galerie ausgeliefert – jetzt fehlt nur noch das Geld. Eine korrekte Rechnung als Fotograf zu schreiben ist Pflicht und sollte nicht zur Hürde werden. Hier liest du, welche Angaben unbedingt drauf müssen, was sich mit der E-Rechnung ändert und wie du mit säumigen Zahler:innen umgehst.
Diese Pflichtangaben muss jede Rechnung enthalten
Nach §14 UStG gehören auf eine vollständige Rechnung:
- vollständiger Name und Anschrift von dir und deiner Kundin/deinem Kunden
- deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
- Ausstellungsdatum der Rechnung
- eine fortlaufende, eindeutige Rechnungsnummer
- Menge und Art der Leistung (z. B. „Hochzeitsreportage 8 Stunden")
- Zeitpunkt der Leistung bzw. Lieferung
- das Netto-Entgelt, der Steuersatz und der Steuerbetrag – oder ein Hinweis auf die Steuerbefreiung
Bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro brutto gelten Erleichterungen, aber die saubere Variante schadet nie.
Sonderfall Kleinunternehmer
Wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist du keine Umsatzsteuer aus, brauchst aber einen Hinweis wie „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Was die Regelung 2026 für dich bedeutet, erklärt ausführlich der Beitrag Kleinunternehmerregelung 2026 für Fotografen.
E-Rechnung: Was sich für Fotografen ändert
Die elektronische Rechnung (E-Rechnung) wird im B2B-Bereich schrittweise Pflicht. Eine E-Rechnung ist kein PDF, sondern ein strukturierter Datensatz – gängige Formate sind ZUGFeRD und XRechnung. Für dich heißt das: Wenn du an Geschäftskund:innen fakturierst (z. B. Business-Porträts oder Eventfotografie für Firmen), solltest du E-Rechnungen empfangen und erstellen können. Ein gutes Rechnungstool erzeugt ZUGFeRD-Rechnungen automatisch, sodass das PDF gleichzeitig den maschinenlesbaren Datensatz enthält.
Vom Angebot zur Rechnung – ohne doppelte Arbeit
Der effizienteste Weg: Die Rechnung entsteht aus dem Angebot, das du ohnehin schon erstellt hast. Wer Angebote sauber aufsetzt, spart sich später das Abtippen. Tipps dazu liefert der Beitrag Angebot erstellen als Fotograf. In einem integrierten System wird aus dem angenommenen Angebot per Klick eine Rechnung – inklusive aller Kundendaten.
Wenn nicht gezahlt wird: Zahlungsziel & Mahnungen
Setze auf jeder Rechnung ein klares Zahlungsziel (z. B. 14 Tage). Bleibt die Zahlung aus, läuft das Mahnwesen idealerweise in Stufen:
- Zahlungserinnerung: freundlich, ein paar Tage nach Fälligkeit.
- 1. Mahnung: bestimmter Ton, neues kurzes Zahlungsziel.
- 2. Mahnung: mit Hinweis auf weitere Schritte.
Ein System, das offene Posten automatisch erkennt und an fällige Beträge erinnert, nimmt dir hier viel Stress ab.
Aufbewahrung & GoBD
Rechnungen sind in Deutschland aufbewahrungspflichtig (in der Regel 10 Jahre) und müssen GoBD-konform, also unveränderbar, archiviert werden. Eine digitale Buchhaltung, die deine Rechnungen revisionssicher speichert und für den Steuerberater per DATEV exportiert, erspart dir die Schuhkarton-Methode. Mehr dazu unter Finanzen & Buchhaltung.
Fazit
Eine rechtssichere Rechnung ist keine Hexerei: Pflichtangaben beachten, Kleinunternehmer-Hinweis nicht vergessen, E-Rechnung mitdenken und ein klares Mahnwesen etablieren. Mit dem richtigen Tool entsteht die Rechnung in Sekunden aus dem Angebot – rechtssicher, mit ZUGFeRD und bereit für den Steuerberater.
Häufige Fragen zur Rechnung als Fotograf
Muss ich als Kleinunternehmer Umsatzsteuer ausweisen?
Nein. Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus, brauchst aber einen entsprechenden Hinweis auf der Rechnung. Details im Beitrag Kleinunternehmerregelung 2026 für Fotografen.
Ist die E-Rechnung für Fotografen Pflicht?
Im Geschäftskundenbereich (B2B) wird die E-Rechnung schrittweise verpflichtend. Wer an Privatkund:innen fakturiert, ist weniger betroffen – wer aber Firmenkund:innen hat, sollte ZUGFeRD-Rechnungen erstellen und empfangen können.
Wie lange muss ich Rechnungen aufbewahren?
In der Regel zehn Jahre, und zwar GoBD-konform, also unveränderbar archiviert. Eine digitale Buchhaltung mit revisionssicherer Ablage und DATEV-Export nimmt dir das ab.
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