Findet ChatGPT deine Fotografie-Website? So prüfst du deine KI-Sichtbarkeit in fünf Minuten
Stell ChatGPT, Perplexity oder Google eine einzige Frage: „Welche Hochzeitsfotografin in deiner Stadt kannst du empfehlen, und was kostet sie ungefähr?“ Du bekommst keine zehn blauen Links, sondern drei bis fünf Namen mit Begründung. Entweder stehst du in dieser Liste – oder du existierst für diese Anfrage nicht. Warum das so ist, haben wir im Beitrag Gefunden werden, wenn die KI antwortet erklärt. Hier geht es um den nächsten Schritt: Wie findest du heraus, wo deine Website steht, und was genau fehlt?
Der Selbsttest in fünf Minuten
Bevor du irgendein Werkzeug benutzt, mach den Test, den deine Kund:innen machen. Stell drei Fragen – jede in einem KI-Assistenten deiner Wahl, idealerweise in einem Fenster ohne Login, damit dein eigener Verlauf das Ergebnis nicht färbt:
- „Empfiehl mir eine Fotografin für Familienfotos in [deine Stadt].“ Wirst du genannt? Wer sonst?
- „Was kostet ein Hochzeitsfotograf in [deine Stadt] ungefähr?“ Taucht deine Preisspanne auf, oder zitiert die KI nur Branchenportale?
- „Was bietet [dein Name] Fotografie an?“ Das ist die entscheidende Frage. Kann die KI deine Leistungen, deinen Ort und deine Zielgruppe korrekt beschreiben, oder rät sie, verwechselt dich oder weiß schlicht nichts?
Wenn die dritte Antwort dünn oder falsch ausfällt, liegt es fast nie an deiner Arbeit, sondern daran, dass deine Website die Fakten nicht so liefert, dass eine Maschine sie sicher herauslesen kann. Genau das lässt sich beheben.
Warum KI-Systeme deine Seite anders lesen als Google
Google hat jahrelang mit Signalen gearbeitet, die nichts mit dem Text zu tun haben: Alter der Domain, Backlinks, Klickverhalten. Ein Sprachmodell kann das nicht. Es nimmt den Text deiner Seite und versucht, daraus Antworten zu bauen. Dafür braucht es fünf Dinge, am besten in den ersten Sätzen:
- Wer – dein Name, nicht nur ein Logo.
- Was – Hochzeiten, Familien, Business, Kita. Als lesbarer Text, nicht als Bild-Slider.
- Wo – Stadt und Umkreis. „Deutschlandweit“ ist für eine lokale Anfrage ein Nichts.
- Für wen – Paare, Familien, Unternehmen.
- Ab welchem Preis – eine Spanne reicht, aber ohne Zahl kann niemand „was kostet es“ beantworten.
Dazu kommen drei technische Punkte, die auf Fotografie-Websites fast immer fehlen: strukturierte Daten (ein kleiner, unsichtbarer Datenblock, der Name, Adresse und Leistungen maschinenlesbar macht), eine llms.txt (eine Textdatei, die KI-Assistenten sagt, wer du bist und welche Seiten wichtig sind) und ein offener Zugang für KI-Crawler. Viele Themes und Hoster sperren GPTBot, ClaudeBot oder PerplexityBot aus, ohne dass du es weißt. Dann rankst du bei Google und bist für KI-Antworten trotzdem unsichtbar.
Der Sichtbarkeits-Check: Website eingeben, Ergebnis in zwei Minuten
Weil kaum jemand Lust hat, robots.txt, JSON-LD und Open-Graph-Tags von Hand zu prüfen, gibt es den Sichtbarkeits-Check in CreatorDesk. Du gibst die Adresse deiner Website ein, der Check ruft bis zu zehn öffentliche Seiten auf und bewertet sie nach 34 Regeln in fünf Kategorien: Technik, Inhalt, Struktur, Lokal & Vertrauen und KI-Auffindbarkeit.

Das Ergebnis ist eine Ampel pro Kategorie und ein Gesamtwert von 0 bis 100. Der Wert ist bewusst kein „SEO-Score“ aus der Agentur-Welt. Er misst eine einzige Sache: Wie gut können Suchmaschinen und KI-Systeme deine Seite lesen und einordnen?

Erst die drei Dinge mit der größten Wirkung
34 Regeln klingen nach viel Arbeit. Deshalb sortiert der Check die Befunde nach Gewicht und stellt die drei wichtigsten nach oben. Jede Karte sagt dir, was fehlt, warum es zählt und wo du es behebst – ob in WordPress, Wix, Squarespace oder Jimdo.

In der Kategorie KI-Auffindbarkeit siehst du dann im Detail, was ein Sprachmodell auf deiner Seite findet und was nicht: strukturierte Daten, Vorschau beim Teilen, llms.txt, der erste Absatz, FAQ, konkrete Angaben zu Preis und Dauer, eine Über-mich-Seite mit Person-Daten und der Crawler-Zugang. Den Zugang prüft der Check nicht nur in der robots.txt, sondern ruft deine Startseite zusätzlich so ab, wie GPTBot und ClaudeBot es tun. Blockt eine Firewall, siehst du es hier.

So sieht dich die KI: die ehrlichste Karte im Report
Die aufschlussreichste Funktion ist die Karte „So sieht dich die KI“. Dafür bekommt ein Sprachmodell ausschließlich die Texte deiner geprüften Seiten, kein Profil, keine Bilder, kein Vorwissen. Dann muss es die Fragen beantworten, die Kund:innen ChatGPT stellen: Wer steckt dahinter, was wird angeboten, wo, für wen, ab welchem Preis, wie bucht man? Jede Antwort ist als klar, unklar oder fehlend markiert, mit der Seite, aus der sie stammt. Am Ende listet die KI auf, was sie nicht herausfinden konnte.

Das ist der Selbsttest vom Anfang, nur sauber: ohne den Zufall, was ein Assistent an diesem Tag sonst noch im Netz findet. Wenn hier „unklar“ oder „fehlt“ steht, weißt du exakt, welchen Satz du auf welcher Seite ergänzen musst.
Nicht nur Befunde, sondern fertige Texte
Der Unterschied zu klassischen SEO-Tools: Du bekommst nicht nur gesagt, dass dein erster Absatz schwach ist. Die KI-Tipps schreiben dir aus deinen eigenen Seiten einen neuen ersten Absatz, Seitentitel und Beschreibungen für jede geprüfte Seite, fünf FAQ mit Antworten, einen fertigen Block strukturierter Daten und eine llms.txt zum Hochladen. Alles passend zu deinem Namen, deinem Ort und deinen Leistungen – und mit einem Klick kopiert.

Wer mit WordPress arbeitet, kann sich auch das Kopieren sparen: Mit dem CreatorDesk-Plugin spielst du Beschreibungen, Firmendaten, Vorschaubilder, FAQ und llms.txt direkt aus dem Report in deine Website ein – und nimmst jede Änderung mit einem Klick wieder zurück.
Die sechs häufigsten Befunde und was du tust
- Keine strukturierten Daten. Ein JSON-LD-Block vom Typ „Photographer“ oder „LocalBusiness“ mit Name, Adresse, Telefon, Leistungen. Die KI-Tipps liefern ihn fertig, bei WordPress übernehmen Yoast oder Rank Math die Einbindung.
- Erster Absatz ohne Wer, Was, Wo. Ein Satz wie „Ich bin Anna, Hochzeitsfotografin in Kiel und an der Ostsee“ oben auf der Startseite. Klingt banal, ist aber der am häufigsten fehlende Satz auf Fotografie-Websites.
- Keine FAQ. Fünf Fragen, die dir Kund:innen ohnehin stellen: Preise, Ablauf, Anfahrt, Lieferzeit, Anzahl der Bilder. Genau diese Fragen stellen Leute auch ChatGPT.
- Keine llms.txt. Eine Textdatei im Hauptverzeichnis deiner Domain. Zwei Minuten Arbeit, und KI-Assistenten wissen, welche Seiten sie zuerst lesen sollen.
- Keine Über-mich-Seite. KI-Assistenten empfehlen Menschen, die sie einer echten Person zuordnen können: Name, Foto, ein kurzer Text und Verknüpfungen zu Instagram und deinem Google-Profil. Fehlt das, bleibst du eine Domain ohne Gesicht.
- Keine Vorschau beim Teilen. Ohne Open-Graph-Angaben erscheint beim Teilen in WhatsApp oder Instagram eine leere oder zufällige Vorschau. Das kostet Klicks aus dem wichtigsten Kanal, den Fotograf:innen haben: der Empfehlung.
Was der Check bewusst nicht tut
Er misst keine Platzierungen und zählt keine Backlinks. Beides sind Agentur-Metriken, die für eine Fotografin mit lokalem Einzugsgebiet wenig erklären. Der Check beantwortet nur die Frage, ob deine Seite für Maschinen lesbar ist. Ob du dann empfohlen wirst, hängt am Ende an deinen Bildern, deinen Bewertungen und daran, dass dein Google-Unternehmensprofil gepflegt ist. Mit dem Verlauf siehst du nach jedem Check, was seit dem letzten Mal behoben wurde und was neu dazukam.
Fazit
Die meisten Fotografie-Websites sind für KI-Assistenten eine Sammlung schöner Bilder ohne Fakten. Das ist keine Schwäche deiner Arbeit, sondern ein lösbares Problem: ein klarer erster Absatz, fünf FAQ, ein Datenblock, eine llms.txt, offener Crawler-Zugang. Wer das jetzt macht, steht in einem Feld, in dem fast niemand etwas tut – und damit auf der kurzen Liste, die die KI vorliest.
Hinweis: Stand Oktober 2026. KI-Suchfunktionen ändern sich schnell; die Grundregeln – klare Fakten, lesbarer Text, strukturierte Daten – bleiben davon unberührt.
Häufige Fragen
Hilft das auch bei Google, oder nur bei ChatGPT?
Beides. Alles, was der Check prüft, ist seit Jahren guter Standard für Google: Titel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Ladezeit, Verlinkung. KI-Auffindbarkeit kommt oben drauf, nicht stattdessen.
Ich habe keine WordPress-Seite. Kann ich die Vorschläge trotzdem umsetzen?
Ja. Die KI-Tipps liefern fertige Texte zum Kopieren, und unter jedem Vorschlag steht die Anleitung für Wix, Squarespace, Jimdo, WordPress und eigene Seiten. Nur das automatische Einspielen gibt es ausschließlich für WordPress.
Wie oft sollte ich den Check machen?
Einmal nach dem Umsetzen der Top 3, danach etwa alle ein bis zwei Monate oder nach jeder größeren Änderung an der Website. Der Verlauf zeigt dir, ob sich der Wert bewegt.
Finde in zwei Minuten heraus, was KI-Assistenten auf deiner Website sehen.
Der Sichtbarkeits-Check ist Teil von CreatorDesk: Ergebnis mit Ampel, die drei wichtigsten Baustellen zuerst und fertige Texte zum Übernehmen. Gratis-Check starten →
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