Workflow

Stundensatz als Fotograf berechnen: so kalkulierst du richtig

C
CreatorDesk
· 18. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit

„Was nehme ich pro Stunde?" – an dieser Frage scheitern viele Fotograf:innen, weil sie zu niedrig ansetzen. Der Grund: Sie rechnen nur die Stunden vor der Kamera. Dabei muss dein Stundensatz weit mehr abdecken. Hier kalkulierst du ihn richtig.

Sichtbare und unsichtbare Stunden

Ein zweistündiges Shooting bedeutet selten nur zwei Stunden Arbeit. Realistisch kommen 6–10 Stunden zusammen: Anfrage und Vorgespräch, Anfahrt, Shooting, Bildauswahl, Retusche, Export und Übergabe. Wer nur die zwei sichtbaren Stunden berechnet, arbeitet faktisch für einen Bruchteil des angesetzten Preises.

Diese Kosten muss dein Stundensatz decken

Als Selbstständige:r trägst du alles selbst. Dein Stundensatz muss daher einkalkulieren:

  • Ausrüstung: Kameras, Objektive, Licht, Rechner – Anschaffung und Wartung.
  • Software & Tools: Bildbearbeitung, Backup, deine Bürosoftware.
  • Versicherungen: Berufshaftpflicht, Geräteversicherung, Krankenversicherung.
  • Vorsorge & Steuern: Altersvorsorge, Einkommensteuer, ggf. Umsatzsteuer.
  • Leerlauf: nicht jeder Tag ist buchbar – Akquise, Urlaub, Krankheit, Buchhaltung.

So berechnest du deinen Stundensatz

Die Logik ist einfacher, als sie klingt:

  • 1. Wunschgewinn festlegen: Was willst du am Jahresende verdienen (nach Steuern)?
  • 2. Jahreskosten addieren: alle oben genannten Posten zusammenrechnen.
  • 3. Abrechenbare Stunden bestimmen: realistisch sind nur 40–60 % deiner Arbeitszeit fakturierbar.
  • 4. Teilen: (Wunschgewinn + Kosten) ÷ abrechenbare Stunden = dein Mindest-Stundensatz.

Das Ergebnis überrascht die meisten: Profis liegen selten unter 80–100 Euro netto pro Stunde, Spezialist:innen deutlich darüber.

Tagessatz statt Stundensatz?

Für Aufträge wie Hochzeiten oder Events ist ein Tagessatz oft sinnvoller – er bündelt den Gesamtaufwand und wirkt für Kund:innen klarer. Die Kalkulationslogik bleibt dieselbe.

Schnell-Check mit dem Rechner

Du willst nicht selbst rechnen? Nutze unseren kostenlosen Stundensatz-Rechner für Fotografen – er zeigt dir in wenigen Eingaben, welcher Satz nötig ist. Für Hochzeiten hilft zusätzlich der Preiskalkulator für Hochzeitsfotografen.

Fazit

Ein fairer Stundensatz ist kein Bauchgefühl, sondern eine Rechnung: Wunschgewinn plus echte Kosten, geteilt durch die wirklich abrechenbaren Stunden. Wer so kalkuliert, hört auf, sich unter Wert zu verkaufen. Wie du daraus überzeugende Pakete machst, liest du unter Fotopakete schnüren.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte mein Stundensatz als Fotograf sein?

Das hängt von deinen Kosten und deinem Zielgewinn ab. Als Orientierung: Professionelle Fotograf:innen liegen meist nicht unter 80–100 Euro netto pro Stunde, Spezialgebiete teils deutlich höher. Entscheidend ist deine eigene Kalkulation, nicht der Marktdurchschnitt.

Warum reicht es nicht, die Shooting-Zeit zu berechnen?

Weil pro sichtbarer Stunde mehrere unsichtbare anfallen (Vorbereitung, Bearbeitung, Übergabe, Akquise). Dein Stundensatz muss den Gesamtaufwand und alle Selbstständigen-Kosten decken.

Stundensatz oder Tagessatz?

Beides funktioniert. Für ganztägige Aufträge wie Hochzeiten ist ein Tagessatz übersichtlicher; für kürzere Shootings eignet sich ein Stundensatz. Die Kalkulationsgrundlage ist identisch.

Kalkuliere deinen Preis in 2 Minuten.

Unser kostenloser Stundensatz-Rechner zeigt dir, was du verlangen solltest. Zum Stundensatz-Rechner →

C

CreatorDesk

Die All-in-One-Plattform für Fotograf:innen.